Wirtschaftslehre

Wirtschaftskunde, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

Elaboration Likelihood Model


Das Elaboration Likelihood Model (kurz ELM) stammt von Richard Petty und John T. Cacioppo aus dem Jahr 1986. Es dient bei einer Kommunikation zur Erklärung der Auswirkung der Mitteilung beim Empfänger hinsichtlich seiner Einstellung zu dieser.

Arten der Mitteilungsverarbeitung

Im Mittelpunkt steht also die Verarbeitung (Elaboration) der Mitteilung und diese geschieht nach dem Elaboration Likelihood Model auf zwei Arten:
  1. Zentrale Verarbeitung der Mitteilung
  2. Periphere Verarbeitung der Mitteilung



Zentrale Verarbeitung der Mitteilung

Bei der zentralen Verarbeitung der Mitteilung spricht man auch von der "zentralen Route". Hier findet eine gründliche Überprüfung der Argumente statt und die Einstellungsänderung hängt von der Qualität der Argumente ab. Der Empfänger vergleicht die Argumente also schon mit vorhandenem Wissen, wägt und schätzt sie ab.

Damit die Nachricht aber auch diese zentrale Route geht, müssen beim Empfänger entsprechende Voraussetzungen vorhanden sein. So muss neben Interesse auch die Motivation beim Empfänger bestehen, sich mit dieser Nachricht sich intensiv auseinanderzusetzen. Dafür muss der Inhalt der Nachricht für ihn relevant sein, sodass er sich von der Verarbeitung einen Erkenntnisgewinn erhofft.

Periphere Verarbeitung der Mitteilung

Bei der peripheren Verarbeitung der Mitteilung, oder auch "peripheren Route", findet im Gegensatz zur zentralen Route keine gründliche, sondern lediglich eine oberflächliche Verarbeitung der Nachricht statt. Dementsprechend sind die Argumente nebensächlich, relevant sind allerdings periphere Hinweisreize. Darunter versteht man beispielsweise die wahrgenommene Attraktivität des Senders, dessen Kompetenz oder Bekanntheit, die Länge der Kommunikation und noch vieles mehr.

Auch wenn man es sich nicht bewusst ist, verwenden wir die peripheren Verarbeitung viel öfters als die zentrale Verarbeitung (Konditionierung).

Voraussetzung für die periphere Verarbeitung ist fehlende Motivation, keine ausreichende Fähigkeiten um die Nachricht gründlich zu Überprüfen oder einfach eine zu geringe Relevanz des Nachrichteninhalts.
Artikel veröffentlicht am 16.09.2014