Wirtschaftslehre

Wirtschaftskunde, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

Revenue Management (Ertragsmanagement)


Beim Revenue Management bzw. Ertragsmanagement geht es um eine gewinnoptimale Nutzung von vorhandener Kapazitäten. Dies ist beispielsweise bei Flügen oder Hotelaufenthalte interessant, bei denen es nur ein begrenztes Kontingent gibt. Die jeweiligen Kunden werden dabei in Klassen aufgeteilt, die unterschiedliche Tarife besitzen.

Eingeteilt werden kann das Revenue Management in drei Level:
  • Strategisch: Vierteljährlich oder jährlich wird eine Marktsegmentierung und Preisdifferenzierung durchgeführt
  • Taktisch: Täglich oder Wöchentlich die das Buchungslimit berechnet und aktualisiert
  • Buchungskontrolle: In Echtzeit wird entschieden welche Buchungen akzeptiert und welche abgelehnt werden

Zu den zentralen Elementen des taktischen Revenue Managements gehören die Preis-Mengen-Steuerung, das Netzwerk-Management und die Überbuchungssteuerung.

Die Messung der Revenue Management Effektivität kann auf unterschiedliche Arten geschiehen. Eine Effektivitätskennzahl bei Fluggesellschaften ist die Revenue per available seat mile (RASM). Diese Berechnet sich aus dem Produkt von Net yield und Load factor, wobei der Netyield der Nettoumsatz/(Anzahl der Flugmeilen * Anzahl der Fluggäste) ist und der Load factor sich aus dem Verhältnis von (Anzahl der verkauften Plätze)/(Anzahl der verfügbaren Plätze) ergibt.

Weitere Kennzahlen in anderen Industrien sind beispielsweise "Revenue per available room night" oder "Revenue per available rental day".

Quellen:

  • Phillips, R. L. (2011), Pricing and Revenue Optimization, 2. Aufl., Stanford, CA.


Artikel vom 06.01.2015