Wirtschaftslehre

Wirtschaftskunde, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre

Lernprobleme von Organisationen


Die nachfolgenden sieben Lernprobleme von Organisationen stammen aus dem Buch "The Fifth Discipline : The Art and Practice of the Learning Organization" von Peter Senge (http://www.scribd.com/doc/8057347/Peter-Senge-The-Fifth-Discipline-1). In diesem Artikel werden die Lernprobleme noch einmal auf Deutsch vorgestellt.

1. I am my position

Wenn Mitarbeiter in einer Organisation sich lediglich auf ihre Position fokussieren, nehmen sie die Verantwortung für das Ergebnis, das durch die Zusammenarbeit von allen Positionen entsteht, weniger wahr.

2. The enemy is out there

Jeder von uns hat die Neigung, dass falls etwas schief geht, jemanden oder etwas dafür verantwortlich zu machen.
Das "Enemy is out there"-Syndrom ist eine Begleiterscheinung von "I am my position".


3. The illusion of taking charge

"Proaktivität" ist in Mode gekommen. Man möchte damit Probleme beheben, bevor diese zu Krisen heranwachsen. Tatsächlich ist "Proaktivität" nur Reaktion. Wenn man lediglich aggressiver den "Feind da draussen" bekämpft, reagiert man nur, egal wie man es nennt. Wirkliche "Proaktivität" bedeutet zu verstehen, wie man selbst zu den eigenen Problemen beiträgt. Es ist ein Produkt des Weges wie wir Denken, nicht ein emotionaler Zustand.

4. The fixation on events

Wir sind darauf konditioniert das Leben als eine Serie von Ereignissen zu sehen und für jedes Ereignis denken wir gibt es eine naheliegende Ursache. Unsere Fixierung auf diese Ereignisse ist ein Teil unserer evolutionären Programmierung: Überleben war eine Sache von einer schnellen Reaktion bei Ereignissen in der Umgebung.

Tatsächlich hängt das Überleben der heutigen Organisationen aber nicht mehr von plötzlichen Ereignissen ab, sondern von langsamen kaum wahrnehmbaren Prozessen.


5. The parable of the boiled frog

In der Parabel vom gekochten Frosch geht es darum, dass wenn man einen Frosch in ein siedend heißes Wasser setzen möchte, dieser sofort wieder daraus springt. Setzt man einen Frosch hingegen in einen Topf mit Wasser das lediglich Zimmertemperatur besitzt, bleibt der Frosch im Topf. Erhitzt man nun den Topf mit dem Frosch auf einen Herd, wird der Frosch erst einmal nichts machen. Umso mehr man die Temperatur anhebt umso schwächer wird der Frosch. Dies geht so lange bis der Frosch zu schwach ist aus dem Topf zu klettern und somit gekocht wird. Begründet ist das Verhalten des Frosches durch seine internen Apparaturen. Diese sind darauf geschärft bei plötzlichen Änderungen Alarm zu geben, nicht aber bei langsamen schrittweisen Änderungen in der Umgebung.

6. The delusion of learning from experience

Man lernt am besten von direkten Erfahrungen. Wir tun etwas und sehen die Konsequenz dieser Tat. In Organisationen bekommt man aber oft die Konsequenz der eigenen wichtigsten Entscheidungen nie direkt mit, da sie andere betreffen.

7. The myth of the management team

Die meisten Managementteams brechen unter Druck zusammen.